Test: DJ Hero

Endlich ist es soweit, DJ Hero ist vor kurzem erschienen. Wie der Name schon vermuten lässt, stammt das Spiel natürlich vom selben Entwickler wie die Guitar Hero-Reihe. Passend zu DJ Hero gibt es natürlich auch die entsprechende Peripherie, einen Turntable. Aber kann das Spiel ebenso wie die erfolgreichen Guitar Hero-Games  begeistern? Das erfahrt Ihr in unserem Test.

Jeder beginnt ganz klein…

Wer denkt, er könnte das Spiel starten und wäre sofort der Star auf der Bühne hat sich geschnitten, denn zuerst einmal muss man das Tutorial spielen, in dem Euch die wichtigsten Funktionen des Tunrtables erklärt und gezeigt werden. Solltet Ihr nach dem leichten Tutorial noch das für Profis abschließen, seid Ihr sehr gut auf den virtuellen DJ-Job vorbereitet. Anschließend könnt Ihr dann auch schon eins der Tracksets wählen, die meistens aus 3-5 Songs bestehen.

Ready, Set, Go!

Nachdem Ihr nun eine der Setlists ausgewählt habt, könnt Ihr noch die Reihenfolge der enthaltenen Songs festlegen, denn diese werden nacheinander abgespielt. Außerdem könnt Ihr noch einen der 5 Schwierigkeitsgrade wählen, die durchaus einen großen Einfluss aufs Spiel-Geschehen haben, aber dazu später mehr. Bevor es aber dann direkt in den Club geht, könnt Ihr Euch noch einen der freischaltbaren DJ´s auswählen und verschiedene Dinge wie z.B. die Klamotten ändern, einen eigenen DJ kann man leider nicht erstellen. Außerdem könnt Ihr auch einen der vielen verschiedenen Turntable, ein passendes Design und den Club, in dem Ihr auftreten wollt, wählen.
Ist das erledigt geht es dann auch los.

Crossfaden, mixen und scratchen

Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, hat der Plattenteller 3 farbige Tasten (Grün, Rot, Blau), einen Crossfader, eine Taste zum Mixen und den Euphorie-Knopf.
Dabei gibt es bei jedem Song und je nach Schwierigkeitsgrad verschiedene Dinge, die zu tun sind. Auf dem „Highway“ laufen auf den 3 farbigen Tonspuren Noten entlang, die gedrückt werden müssen, sobald sie den entsprechenden Bereich am unteren Ende des Bildschirms erreichen. Gibt es längere Noten, muss man die entsprechende Taste gedrückt halten und den Plattenteller nach oben und/oder unten hin und her bewegen („scratchen“).
Manchmal werden die Tonspuren aber auch nach links oder rechts verschoben, was Ihr mit dem Crossfader kontrolliert, indem Ihr ihn einfach im richtigen Moment in die entsprechende Richtung bewegt. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gibt es zusätzlich noch kleine Einschnitte in der Tonspur, wo der Crossfader schnell nach außen und wieder in die Mitte bewegt werden muss. Dafür ist natürlich einiges an Übung erforderlich, aber schon nach kurzer Zeit, sollte man gut mit den verschiedenen Funktionen klarkommen.


Kommen wir nun zu den 2 verbleibenden Möglichkeiten. Der Euphorie-Knopf ist mit der „Star-Power“ aus Guitar Hero zu vergleichen, trefft Ihr die entsprechenden Passagen im Song perfekt, füllt sich Eure Euphorie. Habt Ihr genug davon, leuchtet der Button auf dem Turntable rot und wartet darauf, von Euch aktiviert zu werden, denn dann bekommt Ihr für kurze Zeit doppelte Punktzahl. Spielt Ihr lange genug ohne fehlt, schaltet Ihr außerdem den “Rewind” frei. Habt Ihr dies getan, müsst Ihr den Plattenteller einmal um 360 Grad drehen, denn dann wird der Song ein Stück zurück gespult und Ihr könnt eine Passage nochmal mit verdoppeltem Multiplikator spielen, um noch mehr Punkte zu bekommen. Eure Punkte entscheiden auch, wie viele Sterne Ihr pro Song bekommt (max. 5).
Zu guter letzt gibt es noch den „Mixer“, mit dem man an gekennzeichneten Stellen im Song die Musik mit Effekten mixen kann.
Übrigens ist es auch möglich, mit oder gegen einen Freund mit einer Guitar Hero-Gitarre spielen, allerdings stehen hierbei nicht alle Songs zur Auswahl.

YouTube Preview Image

Boom Boom Pow vs. Day N´Night

Jeder Song im Spiel ist ein Mix aus 2 bekannten Liedern, die teilweise so unterschiedlich sind, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wie man daraus einen Mix machen kann. Sobald Ihr die ersten Mixes gespielt habt, fällt aber auf, dass fast jeder davon sehr gut ist. Es gibt im Grunde kaum etwas an den Songs auszusetzen. Enthalten sind z.B. Songs von Eminem, Jay-Z, Black Eyed Peas und auch teilweise etwas älteren Interpreten. Insgesamt gesehen, ist die Auswahl mit 95 Songs (nicht Mixes) sehr ausgewogen und es gibt kaum einen Mix, der einem nicht gefällt. Das ist natürlich Geschmackssache, aber wer auf diese Musik-Richtung steht, wird nicht enttäuscht werden.

Fazit

Der Start des neuen Franchis ist auf jeden Fall gelungen und wird wohl auch in Zukunft weiterhin durch DLC und Add-Ons erweitert werden. Die Tracklist ist sehr ausgewogen und bietet Songs aus verschiedenen Genres. Ein kleines Problem ist der Crossfader, der sich etwas zu leicht bewegen lässt, was schon mal zu Fehlern führen kann. Im Großen und Ganzen ist das Spiel noch nicht ganz ein Top-Hit, aber auf jeden Fall allen Musik-Liebhabern zu empfehlen, die nicht nur Spiele mit dem normalen Controller spielen wollen. (smt)

+ große, ausgewogene Tracklist
+ tolles Spielkonzept
+ Turntable-Controller
+ manche Songs auch mit Gitarre spielbar

- Crossfader ist nicht optimal
- kaum Spielmodi

Bewertung

Grafik 86%

Sound 94%

Gameplay 89%

Steuerung 88%

Spielspaß 91%

GoldGOLD-AWARD

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Test: DJ Hero8.0102
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