Test: Dark Void

Dark Void

Publisher: Capcom

Plattform: PC, Xbox360, PS3

USK: 16

Es gibt wieder ein neues Spiel aus dem Hause Capcom, das ein wenig Abwechslung in das Shooter-Genre bringen könnte. Ob Dark Void aber wirklich überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.

Die Roboter aus der Leere

In Dark Void spielt Ihr Will Grey, der nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel im Paralleluniversum „Die Leere“ strandet. Allerdings ist er nicht alleine, denn seine Ex-Freundin ist ebenfalls mit von der Partie, aber trotzdem seid Ihr die größte Zeit des Spiels alleine unterwegs. Auf der Insel findet Will allerdings nicht nur Menschen, sondern auch gefährliche Roboter. Natürlich schließt sich unser Held den Widerstandskämpfern an und bekämpft die Blechmaschinen. Hört sich im Grunde schon recht unspektakulär an und leider ist es das auch, da die Story erstens nicht fesseln kann und zweitens auch nicht besonders gut in Szene gesetzt wird.
Die englische Synchro hingegen ist da schon besser und kann auf jeden Fall überzeugen. Deutsche Sprecher gibt es nicht, aber natürlich ist bis auf die Stimmen alles auf deutsch spielbar.

Ab in die Lüfte

Was das Spiel aber ausmacht, ist die Mischung aus Boden- und Luft-Kampf. Nach dem ersten Kapitel erhaltet Ihr ein Jetpack, mit dem Ihr die (leider) fast immer gleich aussehenden Roboter auch aus der Luft bekämpfen könnt. Dies macht schon Spaß, wird aber nach einiger Zeit auch etwas eintönig, was aber auch an dem größtenteils lahmen Missions-Design liegt. Immer wieder von A nach B laufen und auf dem Weg alle Roboter wegschießen, die sich Euch in den Weg stellen. Auch schade ist, dass diese nicht nur gleich aussehen, sondern zumindest auch immer die gleiche Standardwaffe tragen.
Es gibt kaum unterschiedliche Gegnerarten und dass kann bei einem Game, dass zur heutigen Zeit bestehen will, einfach nicht sein. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte hier definitiv gut getan. Ab und zu taucht zwar mal eine andere Variante der Blechbüchsen auf (z.B. mit Raketenwerfer ausgerüstet), aber leider ist das alles einfach zu unspektakulär und selten.

Leere Metallhülle?

Was aber am Größten auffällt ist, dass die Roboter anscheinend kein Hirn besitzen, denn in fast allen Fällen reagieren sie sehr merkwürdig. Sie stürmen einfach ohne Deckung auf Euch zu, treffen fast nie oder registrieren Euch überhaupt nicht und stehen in der Gegend herum. Ihr hingegen könnt Euch in Uncharted 2-Manier hinter allen möglichen Felsen und weiter Deckungsmöglichkeiten verschanzen. Trotz alledem hat das Spiel aber auch gute Ansätze, denn es gibt z.B. „Klippenschießereien“, bei denen Ihr die Gegner erledigen müsst, während diese an einer Felswnd hochklettern. Dieser perspektiven-Wechsel ist mal etwas Neues und ganz gut durchdacht. Kann aber aufgrund der vielen Probleme auch nicht mehr allzu viel retten. Die Flugsteuerung ist übrigens recht einfach, wodurch die Luftkämpfe nicht noch unnötig kompliziert werden. Allerdings es auf dem PC ohne Controller einfach nicht spielbar, gerade in der Luft. Man kann es kaum beschreiben, aber man meint, das Fadenkreuz reagiert erst viel später als man die Maus bewegt.

Fazit

Dark Void hatte mit dem Jetpack auf jeden Fall die Möglichkeit, ein wenig Abwechslung ins Shooter-Genre zu bringen, aber leider überwiegen hier die Negativ-Punkte. Die KI und das Missionsdesign können nicht recht überzeugen. Auch die Grafik wirkt an vielen Stellen eher altbacken und unspektakulär. Man kann sich das Spiel zwar mal anschauen, aber dann sollte man warten, bis es etwas billiger wird. (smt)

Pro

+ Mischung aus Luft- und Boden-Kämpfen
+ Klippenkämpfe
+ gelungene Steuerung (nur auf Xbox360 & PS3)

Contra

- altbackene Grafik
- Spielablauf zu eintönig
- KI mit großen Problemen
- Story eher uninteressant

Bewertung

Grafik 68%

Sound 80%

Gameplay 71%

Steuerung 73%

Spielspaß 76%

Gesamtwertung 74%

Dark Void wurde uns von Capcom zur Verfügung gestellt.

VN:F [1.8.1_1037]
Rating: 5.5/10 (2 votes cast)
VN:F [1.8.1_1037]
Rating: +1 (from 1 vote)
Test: Dark Void5.5102
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